Jetzt bin ich einmal dabei, dann zeig ich auch das, was ich den Winter über gebastelt habe. Die ehemalige Stromversorgung gefiel mir überhaupt nicht. Die Batterie war nicht mehr die Beste und für meine Zwecke zudem auch nicht optimal. Die verwendeten Sicherungshalter und die Kabel und besonders der Aufbau, den ich damals gemacht habe, passte mir gar nicht mehr und passte auch nicht mehr zum Rest. Es hat sich ja doch einiges getan..

Die alte Batterie wurde durch eine Optima Yellow Top YT U 4.2 ersetzt. Das ist eine AGM Batterie, die nahezu in jeder Lage eingebaut werden kann. Sie ist bis zu 15 mal stoßfester als herkömmliche, sie ist zyklenfest und überlebt es, wenn man sie mal aus Versehen tiefentlädt. Die Batterie hat einen extremst kleinen Innenwiderstand, sodass die Selbstentladung bei Nichtbenutzung kaum vorhanden ist. Deshalb ist sie halt in Saisonfahrzeugen ideal. Ein weiterer Vorteil der Batterie liegt in den seitlichen Anschlüssen. An die originalen Pole kann man das Fahrzeug normal anklemmen und an die seitlichen Pole die Anlage. Optimal für mich.

Ein Nachteil an der Batterie liegt in der Befestigung. Sie hat leider nicht die originalen Befestigungsmöglichkeiten, also musste ich einen Winkel anfertigen, der sie im Prinzip gegen die original Batteriehalterung drückt, und der original Winkel von oben musste etwas "aufgepolstert" werden. Wie immer gilt bei mir, es wird nix am Auto kaputt gemacht, unwiederbringlich verändert oder verschlechtert.
Ansonsten bin ich extremst zufrieden mit der Batt.

Wie oben schon geschrieben, gefielen mit die Car Hifi Sicherungshalter nicht mehr, und ich habe auch nichts schönes gefunden. Also hab ich aus Kupferschienen selber was gebaut. Ich wollte halt das Maximalste rausholen.
Die Zuleitung von der Batterie zu den Schienen ist in 50mm2 ausgelegt und von da aus gehe ich mit jeweils 2x 35mm2 + und 2x 35mm2 Masse Leitung weiter. Alle Kabel sind zum zusätzlichen Schutz mit Gewebeschlauch ummantelt und farblich mit Schrumpfschlauch gekennzeichnet worden. An den Kabelenden wurden Rohrkabelschuhe mit einer Hydraulikzange aufgecrimpt. Die habe ich mal günstig erstanden. ^^
Jetzt war ich auf der Suche nach vernünftigen Sicherungen, weil ja nach einer Querschnittsreduzierung neu abgesichert werden muss. Eins war Priorität Nr. 1: Die mussten verdammt klein sein. Bin so also auf die CompactFuse Sicherung von Pudenz gestoßen. Die werden einfach zwischen Plus-Schiene und dem Rohrkabelschuh gebaut und sichern somit meine Leitung optimal ab. Die Sicherungen sind nur leider alles andere als günstig, aber gut.. Ging halt nicht anders. Muss ja auch sicher sein, das Ganze.

So, dann stand also das Konzept mit den Kupferschienen, der Batterie und den Zuleitungen. Jetzt musste noch mein Powercap verbaut werden. Der passte zum Glück genau an die Seite, und ich habe sogar noch Platz für einen zweiten. Die Gewindestifte in den Kupferschienen sind schon da..

Den Cap habe ich dann über 5mm dicke Kupferschienen mit den anderen verbunden.
Insgesamt hat sich der ganze Aufwand wirklich gelohnt, vor allen Dingen ist es jetzt auch vernünftig und nix geprötzt. War viel Kleinkram und Gefummel, weil das Elektrolytkupfer halt auch schlecht zu bearbeiten ist. Das schmiert beim sägen und Gewindeschneiden so. Macht überhaupt keinen Spaß. Dann will ich im Winter nicht mit Zetti fahren und ich musste viel zu Hause planen und die Teile besorgen, was sich alles sehr gezogen hat.
Letztes Jahr hatte ich mir eine neue Endstufe für das Front-System gekauft und aus Überzeugung für die Marke und der Qualität ist Anfang Januar noch eine Genesis Dual Mono Xtreme für den Sub dazugekommen. Der kleine 8" JL bekommt jetzt so rund 1kW und fühlt sich sauwohl. ^^
Also, es geht immer weiter und es gibt noch einiges zu tun. Lohnt sich aber, und es macht total Spaß.
Grüße
Michael